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Sporthalle am Schützenplatz

Sporthalle nach 16-monatiger Bauzeit freigegeben

Die für 2,6 Millionen Euro sanierte Sporthalle am Burger Platz des Friedens wurde gestern durch Bürgermeister Jörg Rehbaum offiziell an die Nutzer – die Schul- und Vereinssportler – übergeben. Ihre Feuertaufe hatte die sanierte Halle bereits am Wochenende bestanden, als die Alten Herren um den Opitz-Cup kickten und die Fortschritt-Handballer einen Sieg erkämpften.

Zur offiziellen Einweihung, die gestern um 13 Uhr angesetzt war, überließen die Gäste, darunter die beiden Landtagsabgeordneten Markus Kurze (CDU) und Matthias Graner (SPD), zunächst den Albert-Einstein-Grundschülern das Parkett, die Turnübungen und Tänze mitgebracht hatten. Die Grundschulkinder werden auch künftig zu den Nutzern der Halle gehören, wie auch die Clausewitz-Sekundarschüler sowie die Vereinssportler von Fortschritt, Einheit und Badminton Burg.

Bürgermeister Jörg Rehbaum und Architekt Jörg Schneider stellten noch einmal das jetzt abgeschlossene Bauprojekt vor, bei dem es auch um die Realisierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung ging. Baubeginn war im September 2009. Es wurden insgesamt 27 Aufträge an Firmen erteilt, davon blieben sechs Aufträge im Jerichower Land. Wegen des langen Winters 2009/2010 musste das Baugeschehen vier Monate ruhen. Deshalb gelang die Fertigstellung nicht wie geplant zum Herbst 2010, sondern erst im Januar 2011.

 
Bei Rundgängen durch die Sporthalle konnten sich die Gäste der offiziellen Eröffnung gestern dann vom Konzept der Planer und der Qualität der Bauarbeiten überzeugen. Bei der Sanierung wurde auch Platz gewonnen: Das Gebäude verfügt nach den Umbaumaßnahmen nun über eine Nutzfläche von 2148 Quadratmeter, die ursprüngliche Sporthalle hatte eine Gesamtfläche von 1880 Quadratmeter.

152 Sitzplätze auf der Besuchertribüne

 
Nach dem jetzt abgeschlossenen Umbau, erhalten blieben aus dem Baujahr 1973 letztlich nur die Dachstützen und die Dachkonstruktion sowie der nach der Wende erneuerte Hallenboden, ist der gesamte Innenbereich räumlich neu aufgeteilt. Die Umkleide- und Sanitärbereiche der Sportler wurden neu angeordnet. Die Besucher erhielten einen separaten Eingangsbereich, der sich am Gebäudegiebel zur Martin-Luther-Straße befindet, sowie einen neugestalteten Tribünenbereich mit 152 Sitzplätzen.

Das große Spielfeld kann jetzt durch Trennnetze in drei kleinere Felder unterteilt werden, die Sportgruppen behindern sich nicht mehr bei der gleichzeitigen Nutzung der Halle. Der Hallenbereich erhielt umlaufend eine Prallwand, die die Verletzungsgefahr für die Sportler einschränkt.

 
Die Sporthalle wurde auch mit einer elektronischen Schließanlage ausgestattet. Dadurch wird erreicht, dass Nutzungsberechtigte nur in den ihnen zugewiesenen Zeiten Zugang haben.

Im oberen Bereich der Fassade (West- und Nordseite) sowie im Hallendach wurden Lichtbänder mit blendfreiem Glas eingebaut, so dass sich für den Spielbetrieb die Lichtverhältnisse in der Halle verbessert haben. Die Beleuchtung der Halle ist über Sensoren geregelt. Sie messen die aktuellen Lichtverhältnisse und steuern die Helligkeit der Hallenbeleuchtung nach Bedarf.

 
Bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik wurden ebenfalls vorgenommen und sollen den Lärmpegel künftig auf ein angenehmeres Maß mindern.

Am nördlichen Giebel ist für die Besucher ein zweiter Rettungsweg entstanden. An der Gebäuderückseite wurden neue Räume zur Lagerung von Sportgeräten und eine Werkstatt für den Hallenwart errichtet.

 
Viele Maßnahmen zur Energieeinsparung

Hallenwart ist seit 1988 Harald Siebert. Er schätzte gestern ein, dass mit der Umbau- und Modernisierungs- maßnahme die organisa- torisch-technischen Abläufe in der Halle wesentlich optimiert wurden. Auch die Fassade des Gebäudes wurde komplett neu gestaltet. Sie ist mit neuen Wärmedämmpaneelen und zusätzlich gedämmtem Mauerwerk im Erdgeschoss dem heutigen Standard angepasst.

 
I-Tüpfelchen der energetischen Sanierung: Jetzt wird für die Warmwasserbereitung auch Solarenergie genutzt.

Natürlich war die fast komplett neue Halle nicht zum Nulltarif zu haben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf stolze 2,6 Millionen Euro. Die Stadt Burg erhielt für das Projekt 1,8 Millionen Euro Fördermittel aus dem Investitionspakt von EU, Bund und Land.
 

 

Seit Jahren trägt die SG Fortschirtt Burg ihre Heimspiele in der Sporthalle am Schützenplatz aus. In der Sporthalle, die 1974 eröffnet wurde, finden ca. 350 Zuschauer Platz. Das Alter hat auch einige Spuren hinterlassen. So passt die Außenfassade überhaupt nicht zu der daneben liegenden neu rekonstruierten Stadthalle. Auch die Sanitäranlagen sind noch auf den Stand aus DDR-Zeiten. Seit Jahren hoffen die Handballer und Schulen auf eine Renovierung ihrer Heimstätte. Zweimal wurde diese verschoben, sodass nun die Hoffnung auf das Jahr 2008 liegt.

Sporthalle

Die alte Sporthalle am Schützenplatz.

Routenplanung

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Erreichbarkeit

Sporthalle Schützenplatz
Martin-Luther-Str.
Tel.(p): 03921-5216